Gesunder Schlaf und die Schlafforschung

Schlaf ist ein Privileg.

Denn im wissenschaftlichen Sinn schlafen nur Säugetiere und einige Vogelarten. Wir glauben, dass der Mensch im Schlaf nur wenig aktiv ist und die Umwelt kaum wahr nimmt. Körper und Geist fahren sozusagen auf „Sparflamme“. Die schlafmedizinische Forschung hingegen hat gezeigt, dass im Schlaf viel mehr mit uns geschieht, als wir vermuten. Schlaf ist das Wichtigste für unser Wohlbefinden und Ausgeglichenheit. Wir müssen regelmäßig und gut schlafen, um uns zu erholen und Energie zu sparen. Es wird sogar die Theorie vertreten, dass während des Schlafens das Gehirn „aufgeräumt“ wird. Dabei wird neu Erlerntes gespeichert und unwichtiges gelöscht. Dauerhafter oder länger bestehender Schlafmangel führt zu einer frühzeitigen Alterung: Die Stresshormone im Blut nehmen zu. Die Glucosetoleranz verschlechtert sich. Nachts ist der Körper damit beschäftigt, sich zu regenerieren, Zellen zu erneuern, Energiespeicher aufzufüllen und schädliche Stoffe, wie Umweltgifte, abzubauen.

Schlaf ist lebenswichtig!

Während des Tages durchlebt der Mensch zwei Zustände. Tagsüber ist das Bewusstsein auf das Wahrnehmen von Sinneseindrücken eingestellt, nachts ist das Bewusstsein ausgeschaltet. Im Schlaf versucht das Gehirn ein Gleichgewicht aller tagsüber gewonnenen Reize durch phantasieren und frei assoziieren herzustellen. Dies geschieht durch die Dynamik von Anspannung und Aktivierung einerseits und regelmäßig auftretenden entspannten Phasen und Traumelementen andererseits. Die Übergänge von einem zum anderen Zustand verlaufen fließend in Zyklen, wobei alle körperlichen und geistigen Funktionen harmonisch zusammenspielen. Der Schlafzyklus verläuft rhythmisch. Nachdem wir eingeschlafen sind, benötigt der Körper ca. 90 Minuten bis er in die Tiefschlafphase eingetaucht ist. Befinden wir uns in dieser Phase, gehen wir wieder über zu einer Leichtschlafphase und von dieser aus gelangen wir wieder in die Tiefschlafphase, das dauert wieder 90 Minuten. Wir durchlaufen wir mehrere Schlafphasen, die in der Schlafforschung über die Messung so genannter Bioströme sowie die Messung von Atmung und Sauerstoffgehalt im Blut ermittelt werden. Während einer Nacht werden 70 Millionen Daten zu Schlafpolygrammen verarbeitet. Diese geben Auskunft über die Schlaftiefe und bilden die Grundlage für die Einteilung der einzelnen Schlafphasen.

 

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